Vergebung

Die Notwendigkeit gerade jetzt zu vergeben ist angesichts des Bewusstwerdungsprozesses immens wichtig. Es ist eines derwirkungsvollsten Mittel.

Vergebung ist der höchste Akt von Selbstliebe.

Wenn du loslässt bedeutet das nicht, dass es dir nicht wichtig war oder dass du nicht verletzt wurdest. Du erkennst sehr wohl, dass etwas Schmerzhaftes geschehen ist oder dir angetan wurde. Du lässt es nur in der Vergangenheit los.
Du kannst dann wieder leichter in deinem eigenen Leben weiter gehen.

Jede Heilung setzt voraus, dass der Mensch die destruktive Haltung von Vergeltung aufgibt und die konstruktive Ebene der Vergebung einnimmt.

 Vergebung ist kompromisslos. Vergebung soll bedingungslos sein und sich an jeden richten, gleich welches Unrecht er dir oder jemand anderen angetan hat.

 Dann hast du eine hohe Stufe von Erkenntnis und Liebe erreicht.

 Hass ist der falsche Weg. Hast nicht diejenigen, die versucht haben Herrschaft auszuüben. Hass zerstört den Menschen, der hasst. Diese Energie ist zerstörerisch.

Also meide Menschen, die sich dem Hass und der Vergeltung hingeben.

Sie haben dein Mitgefühl – bete für sie.
Es ist sehr wichtig, den Dunkelkräften zu vergeben, obwohl sie das Leiden so vieler Menschen verursacht haben.

Vergeben heißt, dass du dich von Hass, Rache oder gar einem starken Wunsch,die Peiniger zu züchtigen, distanzierst.

Vergebung bringt Heilung von Körper, Geist und Seele, gerade weil bei solchen Heilprozessen soviel Licht erreicht wird.

Ob nun unsere Gerichte Recht sprechen oder nicht: Die Gesetze des Universums werden jeden sowieso zur Verantwortung ziehen! Du erntest, was du aussäst.

 Vergeben bedeutet niemals, Handlungsweisen zu verzeihen, die Schmerz und Qualerzeugen, – oder diese Taten aus eurem Gedächtnis zu löschen.
Verzeihen bedeutet, einer Person nicht mehr böse zu sein, obwohl sie etwas falsch gemacht hat. Was ist also der Unterschied zwischen vergeben und verzeihen?
Verzeihen kann man eine Tat, vergeben dem Menschen.
Vergeben ist nicht verzeihen. Du bittest um Entschuldigung, weil du jemandem auf den Fuß getreten bist. Verzeihen ist also für Unachtsamkeiten und unbeabsichtigte Verletzungen. Du kannst dann sagen: „Schwamm drüber!“
Du übst also Nachsicht. Das geht, wenn du dich geärgert hast. Das geht aber nicht, wenn du in der Tiefe deiner Seele getroffen bist. Bei tiefen Verletzungen reicht das nicht. Dann ist Vergebung wichtig. Vergebung kann den Weg zur Versöhnung öffnen,muss es aber nicht. Vergeben heißt nicht vergessen und heißt auch nicht „klein beigeben“.

Sich selber vergeben ist genauso wichtig. Uns selbst vergeben ist schwierig. Doch wenn du dir selbst erlauben kannst, Fehler zu machen, geht es einfacher.

Verletzt werden kannst du nur, wenn du es in gewisser Weise auch zulässt. Du selbst leistest – unwissend – einen Beitrag zu eigenen Schmerz. Natürlich hast du keine Kontrolle darüber, was andere tun, aber du hast Kontrolle über deine Reaktion.

Du kannst den Schmerz immer wieder durchleben oder loslassen.

„Vergebt Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“

Viele Handlungen sind ein Schrei nach Liebe.

Du meinst, dass du das nicht kannst? Dann bitte die geistige Welt um Führung und Unterstützung.

Den eigenen Eltern verzeihen

„Denken Sie wieder an Ihre eigene Kindheit. Musste wirklich jedes Ihrer Vergehen geahndet werden? Brauchen Sie bei jedem gesellschaftlichen Fehltritt Strafe? Waren Sie als Kind wirklich nicht in der Lage, Ihr eigenes Verhalten moralisch zu bewerten? Wird ein Mensch zum Verbrecher, nur weil man ihm damals bei einer Schandtat nicht erwischt hat? Sie kennen die Antworten. Die moralische Entwicklungeines Menschen ist ein komplexer Prozess, der an Reife gebunden ist und durch Erfahrungen verstärkt wird. ….
Der Weg des Verzeihens führt immer zuerst über das Verstehen, so zeigt die Praxis. Erst wenn man die Handlungsmotive eines anderen in ihrem Kontext derart nachvollzieht, dass man an dessen Stelle selbst zu einer ähnlichen Handlung käme, kann man wirklich vollständig dasSpannungsfeld zwischen sich und dem anderen abbauen – „verzeihen“nenne ich das. Wenn man beispielsweise herausfindet, warum die eigene Mutter zu einer ungeduldigen oder depressiven Frau und warum dereigene Vater zu einem ungerechten oder cholerischen Mann geworden ist, kann man die daraus resultierenden Handlungen nachvollziehen und vergeben. Das subjektive Gefühl der „Opferrolle“ wird durch die Erkenntnis abgelöst, dass Misshandler ebenso Opfer sind und nur durch ihr Kompensationsverhalten zu Tätern wurden. Den eigenen Eltern zu verzeihen sorgt dafür, dass man seine soziale Kindrollebeilegen kann. Dies ist nicht als theoretisches Konzept und auch nicht als netter Tipp gemeint, sondern ist der Befreiungsschlag ausder eigenen Kindheit. „Aus „Zu viel Erziehung schadet“ vonAndreas Winter, S. 152-154)

Ich glaube fest daran, dass wir wählen wo, wann und wie wir uns inkarnieren. Wir wählen uns auch unsere Eltern.

Im Kurs in Wundern heißt es „Alle Krankheit ist das Ergebnis eines Zustandes des- nicht-verzeihen-könnens“ und „immer wenn wir krank sind, müssen wir uns ansehen, wem wir verzeihen müssen“.

Menschen, die von ganzem Herzen verzeihen können, sind einfach gesünder und zufriedener als andere. Wenn an Stelle von Hass die Liebe, an Stelle von Angst die Zuversicht tritt, haben wir unseren Frieden mit uns und der Welt gemacht und ersetzen Krankheit durch Gesundheit und Unglücklichsein durch Glück. Bestsellerautor Dr.med. Gerald G.Jampolsky zeigt, wie wir unseren seelischen Schutzwall ausverdrängter Wut, aufgestautem Ärger und emotionaler Verhärtungaufgeben und wirklich verzeihen können – uns selbst und unseren Mitmenschen. Verzeihen ist die größte Heilung Taschenbuch vonGerald G. Jampolsky

Von Donald Walsh gibt es eine schöne Geschichte zum Thema Vergebung:„Eine kleine Seele spricht mit Gott“

 Wenn wir verstehen, dass derjenige, der uns so verletzt hat, uns die Möglichkeit gegeben hat zu wachsen, ist so eine Vergebung nicht mehrnötig, denn dann weiß man, daß der andere einfach unser Engel war.
Was am meisten hilft, finde ich, ist über die Verletzungendie DER ANDERE in seinem Leben erfahren hat, nachzudenken. Denn dassind meistens solche die den unseren ähneln. Dann kann man die Angst und Verbitterung aus der der andere handelt nachvollziehen und aus der eigenen Ohnmacht heraustreten.

Visualisation von Louise Hay:

Fange an, dich selbst als kleinesKind im Alter von 5 bis 6 Jahren zu sehen .
Schau tief in die Augen des kleinen Kindes. Erkenne die vorhandene Sehnsucht und vergegenwärtige Dir, dass es nur eines gibt, was dieses kleine Kind von Dir möchte. Strecke die Arme aus und umarme dieses kleine Kind.Halte es liebevoll und zärtlich. Sage ihm, wie sehr Du es liebst und wie wichtig es Dir ist. Bewundere alles an dem Kind und sage, dass esin Ordnung ist, beim Lernen Fehler zu machen. Versprich ihm, immer dazu sein, gleichgültig, was passiert. Jetzt lass das Kind kleiner werden, bis es so klein ist, dass es in dein Herz passt.Tue es dort hinein, damit Du jederzeit dieses kleine Gesicht, dass zu dir aufschaut, siehst und dem kleinen Kind viel Liebeschenken kannst.

‚Das hawaiianische Vergebungsritual Ho’oponopono geht davon aus, dass in der Welt alles eins ist, auch wenn wir uns getrennt fühlen. Aufgrund dieser Verbundenheit kann nichts in der eigenen Welt geschehen, ohne dass es dazu nicht auch eine Resonanz im Betrachter gäbe. Man kann Probleme im Außen darum nur dann ändern, wenn man die innere Resonanz dazu heilt. Ho’oponopono besteht aus vier daraus resultierenden Wundersätzen:

51 „Vergib Dir selbst“

Wenn wir Dinge mit uns herumtragen, die wir uns selbst oder anderen„angetan“ oder auch unterlassen haben, und uns deshalb schuldig fühlen, kreieren wir damit Karma, das uns in diesem oder einem anderen Leben für unser tun bezahlen lässt. Man kann sich davon,wie auch vom Druck auf dem Herzen oder der Seele befreien, indem man sich Zeit, Raum und Ruhe gönnt, um jeden Menschen, jedes Wesen, mitdem man noch eine Rechnung offen hat, um Verzeihung zu bitten, auch dann, wenn der andere abwesend ist, Und dann vergib dir selbst. Du konntest immer nur gemäß deinem jeweiligen Wissen und Könnenhandeln, mehr geht nicht. Du bist, wie alle, ein Lernender. Hinterherist man immer schlauer. Wenn du nun etwas für die Zukunft gelernthast – prima, dann nutze es k ü n f t i g in jedem Moment! Doch jetzt lasse das alte Thema los. Du bist frei…!“ Aus „Voll bewusst sein von Irea S. 273)

Ho’oponopono und die vier Sätze

Es tut mir leid
Bitte verzeih mir
Danke
Ich liebe Dich.

Mit diesen vier Sätze beginnt die Vergebung und das Verzeihen bereits, denn du übernimmst die Verantwortung für dein Denken und Fühlen.

Du entscheidest dich positiv, vergebend auf die Verletzung (Situation)zu schauen, damit beginnt alles!

Charlie Chaplin als ich mich selbst zu lieben begann.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weißich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man„REIFE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zuentwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freudemacht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich,das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunter zog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in derVergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zusorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es„BEWUSSTHEIT“.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machenkann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekamder Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich:DAS IST DAS LEBEN !

Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag.
Charlie Chaplin